Für viele Betreiber von Internetseiten – seien es nun Blogs oder traditionelle Websites – stellt sich früher oder später die Frage, ob und wie die eigene Seite monetarisiert werden kann. Schließlich kosten das Hosting, die Domain und natürlich auch die Arbeitszeit, die man in den Aufbau der Seite steckt, Geld. Um mit einer Internetseite etwas zu verdienen, bieten sich dabei verschiedene Einnahmequellen an, die relativ einfach in die Seite integriert werden können.

Für jeden Klick ein bisschen Geld
Eine der einfachsten Einnahmequellen ist die Pay-per-Click-Werbung. Den meisten Internetnutzern ist Pay-per-Click durch Google Anzeigen bekannt. Google Adsense gehört hier auch zu den Marktführern. Das System hinter der Einnahmequelle Pay-per-Click ist, dass die Werbung auf der eigenen Internetseite eingebunden wird. Jedem Besucher werden häufig entsprechend seiner Vorlieben bestimmte Werbungen angezeigt. Klickt der Seitenbesucher auf eine Werbung, erhält der Betreiber der Internetseite etwas Geld dafür. Wichtig bei Pay-Per-Click sind hohe Besuchszahlen auf der Internetseite. Nur viel Traffic sorgt für viele Klicks und somit hohe Einnahmen. Für Internetseiten mit hohem Trafficaufkommen kann dabei monatlich eine angenehme Summe durch Pay-Per-Click zusammenkommen. Noch dazu bedarf diese Einnahmequelle relativ wenig Verwaltungsaufwand. Einmal in die Seite eingebunden, optimiert sich die Werbung wie von selbst. Gerade für Neulinge in der Monetarisierung von Internetseiten ist dies also eine ansprechende Einnahmequelle.

Bandenwerbung war gestern – Bannerwerbung ist heute
Eine weitere Einnahmequelle durch Werbung ist Direktwerbung mit Bannern auf der Seite. Bei dieser Methode spannt man keinen „Zwischenhändler“ wie Google Adsense ein, sondern verkauft Werbeflächen auf der Internetseite oder dem Blog direkt an interessiert Unternehmen. Hierbei sind zwei Faktoren zu beachten. Zunächst ist auch für Direktwerbung ein entsprechendes Trafficaufkommen erforderlich. Schließlich wirbt kein Unternehmen auf einer Seite, die von niemandem besucht wird. Darüber hinaus sollte die Werbung thematisch zu den Inhalten der Internetseite passen.

Bezüglich des Verwaltungsaufwandes kommt es auf die Fluktuation bei den Werbekunden an. Ist ein Banner erst einmal in die Seite eingebaut, benötigt er kaum „Pflege“. Lediglich wenn man häufig die Werbepartner wechselt, sollte man Zeit für die Akquise neuer Partner und das Einbauen der entsprechenden Banner einplanen. Der große Vorteil von direkter Bannerwerbung ist jedoch eindeutig, dass die Einnahmen mit niemandem geteilt werden müssen. Noch dazu kann man die Preise für die Werbung selbst festlegen und sich dabei am Marktwert der Seite orientieren.

Affiliate – das Zauberwort
Neben den bereits erwähnten Einnahmequellen im Internet steht außerdem noch Affiliate Marketing zur Verfügung. Der Begriff „Affiliate“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Partner“ oder auch „verbunden“. Diese Art Marketing bezeichnet die Vermarktung von Produkten anderer Firmen auf der eigenen Seite. Je nach Modell (Pay per Click, Pay per Lead, Pay per Sale, etc.) erhält der Betreiber der Internetseite, und somit der Affiliate-Partner, eine Provision. Als Betreiber muss man einen sogenannten Affiliate-Link in die eigene Seite einbauen. Der Besucher folgt dem Link und führt auf der Seite des Unternehmens eine Aktion aus (beispielsweise Click, Kauf oder Registrierung). Und für eben diese Vermittlung erhält man dann die vereinbarte Provision.

Am leichtesten organisiert man Affiliate-Marketing über entsprechende Netzwerke wie Zanox oder Affilinet. Hier bieten Unternehmen ihre Affiliate-Programme an, unter denen sich Webseitenbetreiber die passenden Programme und Produkte aussuchen können. Wie bei allen Einnahmequellen ist auch beim Affiliate-Marketing viel Traffic nützlich. Doch auch mit wenigen Besuchern lässt sich ein kleines Nebeneinkommen erzielen.

One for the money
Eine der beliebtesten Einnahmequellen bei Bloggern ist das Schreiben von bezahlten Artikeln. Dies funktioniert sehr einfach: Ein Unternehmen möchte für ein Produkt werben und bezahlt einen Blogger oder Betreiber einer Internetseite dafür, einen Artikel über das Produkt zu schreiben. Hierfür erhält der Blogger ein Honorar. Im Grunde entspricht dieses System dem des Journalismus, bei dem der Journalist von einer Zeitung für das Schreiben von Artikeln bezahlt wird. Allerdings sollten Blogger beim Schreiben für Geld immer darauf achten, eine gewisse Neutralität zu wahren. Man tut seinen Leserzahlen keinen Gefallen, wenn man über Produkte schreibt, die entweder aus dem Interessengebiet der Leser fallen oder wenn man ein Produkt positiv bewertet, obwohl dies nicht der Wahrheit entspricht.

Artikelaufträge erhält man entweder direkt durch Unternehmen oder aber über entsprechende Netzwerke. Anbieter wie Ebuzzing oder Hallimash vermitteln entsprechende Aufträge an passende Internetseiten.

Eine Frage, die sich hier für jeden Blogger stellt, ist, ob er die Bezahlung des Artikels seinen Lesern mitteilt oder verschweigt. Als Mischung zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung verschwimmen hier die Grenzen. Viele Blogger kennzeichnen daher ihre bezahlten Artikel als solche, während andere es nicht tun. Letztendlich hängt dies wohl immer von den subjektiven Ansichten ab.

Nichts für Anfänger
Für Blogger mit einer großen Leserschaft und Internetseiten mit viel Traffic lohnen sich vielleicht auch noch weitere Einnahmequellen, bei denen man nicht auf fremde Netzwerke angewiesen ist. Hier kommen beispielsweise eigene Produkte in Betracht. E-books oder Kurse zu relevanten Themen werden gerne von Lesern in Anspruch genommen, wenn sie von der Qualität des Bloggers überzeugt sind. Daher eignen sich diese Einnahmequellen auch nicht für Blogging-Neulinge. Ebenso eine Möglichkeit bietet das Anbieten von Premium-Content an registrierte Mitglieder. Denkbar ist ein Mitgliederbereich auf der Internetseite, in dem die Mitglieder auf hochwertigen Content, Produkte, Templates oder auch Audio- und Videomaterial zugreifen können. Auch hier benötigt man als Blogger eine Stammleserschaft, die bereit ist für mehr und oft auch tiefergehendes Wissen zu zahlen.

Die Einnahmequellen online sind also vielfältig und abwechslungsreich. Manche Methoden erfordern etwas mehr Aufwand oder bringen konstantere Einnahmen als andere Methoden, doch jede Einnahmequelle ist nur so gut, wie sie zur jeweiligen Internetseite passt. Bevor man sich für eine Methode entscheidet, sollte man gut überlegen, ob diese in das Konzept der gesamten Seite und zur eigenen Leserschaft passt. Mit etwas Testen und Tüfteln findet sich aber im Grunde für jede Seite die passende Methode zum Online-Geldverdienen.

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